Mein Leben

Kapitel 1

Hallo ihr Menschen, werde mich dann erstmal mal kurz vorstellen. Bin 11 Jahre alt, ein    Friesenmix und es wird vermutet das Welsh Cop anteilig mit im Spiel war. Oje meinen Daddy habe ich nie kennengelernt und meine Mum nur ganz kurz. Ich war ca. 5 Monate als man mich meiner Mum entriss und zu einem Händler nach Münster verschleppte. Das war der Schock meines Lebens, aber nicht genug. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig zählen konnte, wurde ich kurze Zeit später, schätze ich so mit 4-5 Ponys gequetscht, zusammen auf ein fahrendes Ungetüm verfrachtet. Heute würde mir das nicht mehr passieren! Als wir dann endlich irgendwo ankamen, ich konnte ja die ganze Zeit nicht sehen wohin wir fuhren, wurden wir ausgeladen und ich wurde getrennt von meinen Kumpels auf eine Wiese geschmissen. Dort stand ein großer Brauner, der mir erstmal die größte Angst nahm, mir sagte es sind Menschen die dich ab nun versorgen, und mir zeigte wo es was zu fressen gab. Es gab dort zwar einen riesen Berg trockenes Grün, aber das war es schon, kein Dach über meinem Kopf, nur ein paar Bäume und der Zaun hatte Stacheln. Sollte das mein Leben sein? Was würde mich hier jetzt noch erwarten oder gings gleich wieder weiter, irgendwohin, keine Ahnung, war doch noch so klein und ich vermisste meine Mum. Nein es sollte erstmal nicht mehr weiter gehen. Ich bekam mit das mich die Frau des Händlers behalten wollte. Juhu ich hatte ein zu Hause. Aber nicht lange, denn wenige Tage später kamen wieder mit dem fahrenden Ungetüm einige Neulinge, darunter eine werdende Mama. Die Frau entschied sich für das noch nicht geborende Fohlen und ich stand nun also zum Verkauf in der Zeitung von Privat zu verkaufen. Friesenmix 10 Monate alt, hallo ich war doch gerade erstmal so 6 Monate und privat war hier garnichts. Mehrer Menschen kamen, aber irgendwie konnte ich denen nichts recht machen, zu klein, zu groß, keine Papiere ach keine Ahnung was die alle wollten und ich schwor mir, Menschen kann man nicht vertrauen, die schieben dich sowieso nur von Hot nach Hü. Doch dann einige Tage später kamen wieder zwei Menschen. Na, was die wohl wieder an mir auszusetzen hatten? Ich wurde rausgeholt, überall betatscht. Mußte meine Hufe heben und ein paar Schritte laufen, was das wieder sollte. Man brachte mich zurück zu meinem Kumpel und die Menschen gingen wieder, aber sie kam wieder und flüsterte mir zu das wir uns morgen wiedersehen würden. Hatte ich neue Besitzer gefunden? Ja hatte ich, denn am nächsten Tag kam meine zukünftige Leckerliegeberin mit Leckerlies und  einem neuen Halfter. Ich hieß übrigens zu diesem Zeitpunkt King, aber hatte ja keine Papiere und ab da an nannte sie mich Sir Spike, den Sir mußt du dir aber erst verdienen. Hätte sie damals gewußt wie ich mich entwickelte, sie hätte mich King Lui genannt. Bestimmt!!! Und damit gings los. 

Kapitel 2

Ich bekam dort erstmal eine eigene Box. Da ich ja geschworen hatte keinem mehr zu vertrauen, ging ich nicht dort rein, lagen dort doch gelbe Teile auf dem Boden. Nach langen hin und her, habe ich mich dann doch breit schlagen lassen. Ja, was man für Leckerlies alles so tut. Es ging direkt weiter, was lag da in diesem komischen Gefäß, schlecht riechen tat es ja nicht, aber man muß vorsichtig sein, also prustete ich es erstmal herzhaft raus. Um mich rum ein schallendes Gelächter. Ich bekam es dann aus der Hand gereicht, ganz vorsichtig probierte es und wau, das schmeckte aber lecker. Kriege ich das jetzt jeden Tag  fragte ich mich, und ja ich bekomme es jeden Tag sogar zweimal. Das Grün kannte ich ja schon. Ich brauchte nur zu meinen Mahlzeiten oder bei Dauerregen in meine Box. Kurze Zeit später gings mir dann nicht mehr so gut, ich hatte Fieber und kreisrunde Stellen auf meinem Fell. Die erste Begegnung mit einem Tierarzt. Ich bekam einige Tage  Pickser und was ins Maul gespritzt und wurde jeden Tag gewaschen. Seit dem hasse ich Wasser, aber ich war wieder topfit. Wenige Wochen vergingen, als man mir dann meinen Weidekumpel wegnahm. Er wurde auf dieses große Ungetüm verfrachtet, ich habe ihn nie wiedergesehen. Ich bekam Panik, sprang über den Zaun und wollte hinterher laufen. Gott sei Dank, mir ist nix passiert und ich bekam einen neuen Kumpel ,Phönix ein zweijähriger ganzer Kerl.  Was macht der, pöbelt mich direkt von der Seite an, bin ich direkt wieder übern Zaun. Wir haben dann erstmal drei Tage Hausarrest bekommen und danach waren wir zwei dicke Kumpels. Wir haben dann mit unseren Leckerliegebern viele Spaziergänge über Stock und Stein gemacht, vorbei an Tausenden von Ungeheuern, vielen Menschen und sind oft am Rhein gewesen, aber geheuer war mir das nie und daran gewöhnen konnte ich mich auch nicht und trotdem mußte ich immer wieder mitlatschen, obwohl ich lieber zu Hause geblieben wäre, fressen. 

Kapitel 3

Als ich dann so Zwei war, sind wir umgezogen, in einen riesen Stall mit riesem Paddock und es hätte so schön sein können, als fast ein Jahr später der grauenvollste Tag meines Lebens kam, Phönix und ich wurden entmannt. Es war ein lauer Frühlingsmorgen, eigentlich wie jeden Tag kamen unsere Leckerliegeber gegen morgen zu unserer Fütterung, doch was war los, gabs jetzt nichts mehr. Irgendwas war im Busch, meine Menschen waren ganz nervös. Ich wurde kurze Zeit später zur Wiese gebracht. Freu, gings dieses Jahr aber früh los mit grasen. Zu früh gefreut, warum steht mein Tierarzt auf der Wiese, also zog ich erstmal mit ganzer Kraft die Bremse. Ich konnte riechen das was faul war, aber dann ging alles sehr schnell. Ich bekam nen Pickser und war auf einmal so müde das ich mich legen mußte. Dann habe ich keine Erinnerungen mehr. Als ich wach wurde, wars mir ganz schummrig, ich schwankte und oh shit sie haben es tatsächlich getan, ich war entmannt. Ich wurde in meine Box gebracht. da ich noch sehr schwach auf den Beinen war, legte ich mich erstmal ne Runde aufs Ohr. Phönix schrie ich noch hinterher geh nicht dort hin, bleib hier. Aber er hörte mich nicht mehr. Kurze Zeit später kam dann auch Phönix zurück in unsere Box und wir standen da wie zwei begossene Pudel. Unser Tierarzt schaute uns beide nochmal nach und dann hörte ihn sagen, dass es bei vielleicht von hundertausend einen gibt mit anschließenden Problemen. Zu diesem Zeitpunkt gings mir auch noch gut. dann aber wenige Stunden später oh was für ein Schmerz, ich konnte nicht strullern, tat doch alles saumäßig weh und es drehte sich alles. Da unsere Leckerliegeber die ganze Zeit bei uns blieben, riefen sie direkt den Tierarzt an. Es kam dann eine Ärztin, sie gab mir einen Pickser und ich mußte einwenig rumlaufen.Phönix dagegen gings schon wieder blendend. Nach ca. zwei Stunden wurde es anstatt besser , schlimmer. Die Ärztin war wieder da, gab mir wieder einen Pickser und wieder sollte ich rumlaufen. Strullern konnte ich immer noch nicht, schließlich tat alles höllisch weh. Ich wollte dann auch nicht mehr laufen und hatte mich hingelegt. Meine Leckliegeberin tobte, sie schrie die Ärztin an, sie solle sofort den Doc anrufen. Er solle gefälligst sofort kommen oder sie würde mich ins Auto legen und in seine Praxis fahren. Er kam, sofort! Er sagte es sieht nicht gut aus, dass merkte ich wohl, denn aufstehen konnte ich nicht mehr. Mir wurde ein Beutel angehängt, bekam immer wieder Pickser. Es vergingen Stunden, als der Tierarzt mit den Worten ging, wenn er ein Kämpfer ist, schafft er es, wenn nicht, dann wird er diese Nacht nicht überleben. Wie, was ich wollte nicht sterben, aber ich war zu schwach um aufzustehen. Phönix stand die ganze Nacht bei mir und wachte über mich. Meine Leckerliegeberin saß mit meinem Kopf in ihrem Schoß haltend neben mir die ganze Nacht und streichelte meinen Kopf und flüsterte mir immer wieder zu du mußt kämpfen und du hast doch noch dein ganzes Leben vor dir. Irgendwann gegen früh morgens, wurde ich dann wach und mir gings gut. Ich sprang auf, schüttelte mich und schaute sie fragend an, gibts was zu fressen. Nee super es gab nichts, denn ich hatte noch son komisches Ding auf meinem Maul, ausser saufen war sonst nix zu machen. Ich ging zur ihr hin, prustet ihr ins Gesicht. Sie lachte und weinte zugleich und schlief ein. Menschen sind schon komisch.

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Aktualisiert am 28.01.2011
 
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